Schallplatten – Definition & Digitalisierung

12.01.2026 Schallplatten Lesedauer: 5min

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

0 Bewertungen


Scanprodukte-Schallplatte-01

Schallplatten sind längst kein Geist der Vergangenheit mehr, sondern erlangen immer weiter Bedeutung auch in der heutigen Zeit. Viele Künstler produzieren wieder Vinylplatten in verschiedensten Farben oder in der bekannten, schwarzen Ästhetik. Dennoch zählen auch sie zu den Scan-Produkten, welche mit der Zeit an Genauigkeit und Klang verlieren. Alles Wissenswerte zur Scheibe finden Sie in diesem Artikel.

Schallplatten „kurz erklärt“

Eine Schallplatte ist ein analoger Tonträger aus Polyvinylchlorid (PVC), auf dem Audiosignale in Form feiner Rillen gespeichert sind. Beim Abspielen tastet eine Nadel diese Rillen mechanisch ab und wandelt sie in ein elektrisches Signal um.

Definition: Schallplatten

Schallplatten sind analoge Datenträger zur Speicherung von Musik, Sprache oder Geräuschen. Sie werden umgangssprachlich auch als Platte, Vinyl oder, bei Langspielplatten, als LP (Long Play) bezeichnet.

Im Gegensatz zu digitalen Formaten ist das Audiosignal bei Schallplatten physisch in die Oberfläche eingeprägt. Jede Wiedergabe ist daher ein mechanischer Vorgang, der langfristig zu Abnutzung führen kann.

Abzugrenzen sind moderne Vinyl-Schallplatten von Schellackplatten (78 U/min), die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt wurden und deutlich spröder sowie schwerer sind.

Arten und Formate von Schallplatten

Nicht jede Schallplatte ist gleich. Die wichtigsten Formate unterscheiden sich in Größe, Drehzahl und Laufzeit:

LP (Long Play)

  • 12 Zoll, 33⅓ U/min
  • ca. 20–30 Minuten pro Seite
  • häufigstes Albumformat

Single

  • 7 Zoll, 45 U/min
  • meist 1–2 Titel
  • typisch für Hit-Veröffentlichungen

Maxi-Single

  • 12 Zoll, 45 U/min
  • längere Spielzeit als Single
  • oft für Club- und Remix-Versionen

EP (Extended Play)

  • Zwischenform aus Single und LP
  • mehrere Titel
  • kürzere Laufzeit

Schellackplatten

  • 78 U/min, sprödes Material
  • deutlich älter, nicht aus Vinyl
  • benötigen spezielle Abspielgeräte

Wie eine Schallplatte technisch funktioniert

Die Toninformation einer Schallplatte ist als spiralförmige Rille in die Oberfläche geschnitten.

  • Seitliche und vertikale Auslenkungen der Rille entsprechen den Schallwellen
  • Eine Diamantnadel folgt diesen Bewegungen
  • Der Tonabnehmer wandelt die mechanischen Schwingungen in ein elektrisches Signal um
  • Dieses Signal wird verstärkt und über Lautsprecher hörbar gemacht

Mono vs. Stereo

  • Mono-Platten: Toninformation seitlich in der Rille
  • Stereo-Platten: Kombination aus seitlicher und vertikaler Modulation (ab Ende der 1950er Jahre)

Materialkunde

Moderne Schallplatten bestehen aus PVC (Polyvinylchlorid), dem Weichmacher und weitere Zusätze beigemischt sind. Schwarze Platten enthalten zusätzlich Ruß, der das Material stabilisiert.

Farbige oder transparente Platten sehen zwar ansprechend aus, können jedoch etwas anfälliger für Verschleiß sein, da sie oft weniger stabilisierende Zusatzstoffe enthalten.

Geschichte

  • 1880er Jahre: erste Tonaufzeichnungen auf Wachs (Charles Sumner Tainter)
  • 1890er: Emil Berliner entwickelt die flache Schallplatte
  • 1948: Einführung der LP (33⅓ U/min)
  • 1949: Einführung der Single (45 U/min)
  • 1950er: Stereo-Schallplatte
  • 1980er: Rückgang durch CD
  • ab 2010: weltweites Vinyl-Revival

Heute ist die Schallplatte sowohl Sammlerstück als auch aktives Musikmedium.

Typische Schäden und Alterung

Schallplatten unterliegen mechanischem Verschleiß:

  • Rillenabnutzung durch häufiges Abspielen
  • Knackser & Knistern durch Staub oder Kratzer
  • Höhenschläge & Verwellungen durch Hitze
  • statische Aufladung
  • Pressfehler oder exzentrische Pressung

Einmal beschädigte Rillen lassen sich nicht reparieren. Der Qualitätsverlust ist dauerhaft.

Aufbewahrung & Pflege

Da Schallplatten durch die Eingravierung von Furchen in das Plattenmaterial entstehen, sind sie auch sehr empfindlich gegenüber Kratzern oder Staub, welcher sich in die Gravuren legt. Es sollte deshalb auf folgende Dinge geachtet werden:

  • Kühle und trockene Lagerung, um hitzebedingte Verformungen und Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Einführen in ein Inlay, um Kratzer und Staub fernzuhalten.
  • Senkrecht stehend lagern, da eine schräge Lage zu Verformungen führen kann.
  • Vor und nach dem Abspielen die Platte nur am Label oder an den Rändern anfassen, da sich Fett von der Haut in den Rillen ablagern kann.
  • Regelmäßiges Entstauben mit einem weichen, fusselfreien Tuch oder einer Carbonfaserbürste, während sich die Scheibe auf dem Turntable dreht, beugt Fehlauslesungen vor. Im Zweifelsfall kann die Scheibe auch vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder Spülmittellauge gereinigt werden.
  • Die Reinigung der Nadel gehört ebenfalls zur Pflege, ob nun mit einer professionellen Nadelbürste, einem Pinsel oder einfach einem Luftstoß.
  • Lagerung im Cover, nicht auf dem Turntable, um unnötige Staubansammlungen zu vermeiden.

Bei vorbildlicher Aufbewahrung sind in der Regel zwischen 900 und 1.300 Abspielungen möglich, bevor die Klangqualität langsam nachlässt.

Digitalisierung

Vinyl Schallplatten können über den Computer digitalisiert werden, wenn der Plattenspieler über ein USB-Kabel mit dem Computer verbunden werden kann. Hat der Plattenspieler keinen USB-Anschluss, sind andere Programme nötig. Am einfachsten ist noch immer ein Scandienstleister wie ScanProfi, welcher diese Aufgabe schnell, einfach und mit erhöhter Qualität ohne Datenverluste übernimmt.

Ihre Schallplatten scannen & digitalisieren

  • Venyl-Platten digital aufbewahren
  • Hohe Audioqualität & Datenschutz
  • Archivierung in verschiedenen Dateiformaten

Jetzt mehr erfahren!

Zu Schallplatten digitalisieren

Häufig gestellte Fragen

Ja, da eine Schallplatte aus Polyvinylchlorid besteht. Der Spitzname Vinyl hat sich aus diesem Material entwickelt und ist noch heute sehr geläufig. Andere Bezeichnungen sind Platte oder Scheibe.

Bei sehr guter Pflege ist eine Menge von 900 bis 1.300 Abspielungen mit hoher Klangqualität möglich. Danach wird diese langsam nachlassen.

Moderne Plattenspieler haben oft einen USB-Anschluss, über welchen das Gerät mit einem Computer verbunden werden kann. Darüber kann die abgespielte Aufnahme digitalisiert werden. Bei älteren Modellen sind analoge Verfahren nötig, welche nicht so einfach durchgeführt werden können. In diesem Fall sind Scandienstleister wie ScanProfi zu empfehlen.