
Je nach Dateityp gibt es viele verschiedene Dateiformate, welche die innere Struktur der Daten angeben. Sie können unterschieden werden in proprietäre und offene Dateiformate, abhängig davon, ob sie von einer bestimmten oder mehreren Softwares geöffnet werden können. Bildformate geben hierbei Grafiken wieder, welche entweder als Raster- oder Vektorgrafiken definiert sein können. Mehr dazu im folgenden Artikel.
Bildformate „kurz erklärt“
Das Bildformat beschreibt die Art, in welcher grafische Daten gespeichert sind. Dieses kann unterschieden werden in Vektor- und Rastergrafiken.
Definition: Bildformate
Das Bildformat bestimmt, mit welcher Struktur grafische Daten abgespeichert werden, und somit auch, wie diese von anderen Programmen ausgelesen und interpretiert werden. Zu unterscheiden sind hierbei außerdem Raster- und Vektorgrafiken.

Der Begriff „Bildformate“ kann allerdings ebenfalls das Höhe-zu-Breite Verhältnis einer Grafik ausdrücken, beispielsweise 3:4 oder 1:1.
Rastergrafiken
Eine Rastergrafik wird auch Pixelgrafik genannt, da sie aus einzelnen Pixeln besteht. Ein Pixel ist, einfach gesagt, ein Quadrat, welchem eine bestimmte Farbe zugeordnet wird. Durch Aneinanderreihung von tausenden oder Millionen von Pixeln entsteht dann die Grafik. Da sich bei der Vergrößerung auch die Pixel vergrößern, und nicht vermehren, leidet die Qualität darunter. Dennoch sind Rastergrafiken hervorragend geeignet für fotorealistische Darstellungen und eine hohe Farbtiefe.
| Dateiformat | Zugriff | Anwendung | Kompression |
| PNG | offen | Webgrafiken | Lossless |
| JPG/JPEG | offen | Fotos für Web/Social Media | Lossy |
| GIF | offen | Webgrafiken, einfache Animationen | Lossless |
| BMP | offen | Rohbilddaten | Unkomprimiert |
| TIFF/TIF | offen | Druckvorstufe, Archivierung | Lossless (Lossy optional) |
| PSD | proprietär (Adobe) | Photoshop | Lossless |
| WEBP | offen | Webgrafiken, ersetzt JPG/PNG | Lossy & lossless möglich |
| HEIC/HEIF | proprietär (Microsoft) | Smartphone-Fotos | Lossy & lossless möglich |
| RAW | teilproprietär | Professionelle Fotografie, Rohdaten | Lossless |
| offen | Dokumente, Druckdaten | Lossy & lossless möglich |
Vektorgrafiken
Vektorgrafiken können beliebig vergrößert oder verkleinert werden, ohne grafische Verluste zu erleiden. Sie bestehen aus geometrischen Formen und mathematischen Formeln, welche sich anhand der Größe des Bildes skalieren. Jedoch bieten Vektorgrafiken weniger Tiefe und Detail in den Designs, weshalb sie hauptsächlich für Logos oder Schriftarten verwendet werden, welche zwar skaliert werden müssen, aber keine hohe Detaildichte aufweisen.
| Dateiformat | Zugriff | Anwendung | Kompression |
| SVG | offen | Webgrafiken | Lossless |
| EPS | offen | Druckvorstufe, professionelle Grafiken | Lossless |
| AI | proprietär (Adobe) | Illustrator-Vektorgrafiken | Lossless |
| CDR | proprietär (Corel) | CorelDRAW-Vektorgrafiken | Lossless |
| INDD | proprietär (Adobe) | Layouts, Magazine | Lossless |
Zugriff
Wichtig bei Bild- und anderen Dateiformaten ist die Unterscheidung in offene und proprietäre Dateien. Bei einer proprietären Datei wird das Dateiformat von einem einzigen Hersteller festgelegt. Üblicherweise sind dies große Entwicklerfirmen wie Adobe, Microsoft oder Apple.
Offene Dateien hingegen können von beliebigen Programmen geöffnet werden und sind frei zugänglich. Einige proprietäre Formate wurden mit der Zeit standardisiert, sodass sie heute als offen gelten. Beispiele hierfür sind die neuen Microsoft-Formate docx, pptx und xlsx.
Kompression
Bei der Kompression wird unterschieden in lossy und lossless. Die Begriffe werden abgeleitet vom englischen Wort loss für Verlust und bedeuten genau das: ob die Daten bei der Komprimierung verlustbehaftet oder verlustfrei sind.
Lossy/verlustbehaftet
Bei der Komprimierung werden hier Bilddaten verworfen, was zu kleineren Dateien, aber schlechterer Qualität führt. Diese Variante ist sinnvoll für Webgrafiken und Social Media, wenn die Dateigröße wichtiger ist als kleine Details.
Lossless/verlustfrei
Verlustfreie Bilddateien bleiben qualitativ hochwertig, selbst nach mehrmaligem Speichern. Das vergrößert die Datei zwar, erhält allerdings die Qualität, was besonders für große Grafiken und Druckdateien vonnöten ist.
Häufig gestellte Fragen
Bildformate werden unterschieden in Rastergrafiken, welche aus Pixeln bestehen, und Vektorgrafiken, welche aus mathematischen Formeln und geometrischen Objekten bestehen. Zu den Rastergrafiken gehören unter anderem JPEGs und GIFs, während Beispiele für Vektorgrafiken aus Adobe Illustrator oder InDesign kommen können.
Es gibt kein Besser oder Schlechter in diesem Fall. Die Wahl des Bildformates hängt von der Anwendung ab. JPEGs haben eine geringere Qualität, aber auch eine geringere Größe, weshalb sie sich besonders für Fotos auf mobilen Endgeräten verwenden lassen. PNGs sollten präferiert werden, wenn die Qualität entscheidend ist.
Das gängigste Bildformat ist JPG bzw. JPEG, da es das Standardformat für die Aufnahmen mobiler Endgeräte ist.