Bildformate – Raster- Und Vektorgrafiken

23.03.2026 Bildformate Lesedauer: 3min
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Je nach Dateityp gibt es viele verschiedene Dateiformate, welche die innere Struktur der Daten angeben. Sie können unterschieden werden in proprietäre und offene Dateiformate, abhängig davon, ob sie von einer bestimmten oder mehreren Softwares geöffnet werden können. Bildformate geben hierbei Grafiken wieder, welche entweder als Raster- oder Vektorgrafiken definiert sein können. Mehr dazu im folgenden Artikel.

Bildformate „kurz erklärt“

Das Bildformat beschreibt die Art, in welcher grafische Daten gespeichert sind. Dieses kann unterschieden werden in Vektor- und Rastergrafiken.

Definition: Bildformate

Das Bildformat bestimmt, mit welcher Struktur grafische Daten abgespeichert werden, und somit auch, wie diese von anderen Programmen ausgelesen und interpretiert werden. Zu unterscheiden sind hierbei außerdem Raster- und Vektorgrafiken.

Bildformate-definition

Der Begriff „Bildformate“ kann allerdings ebenfalls das Höhe-zu-Breite Verhältnis einer Grafik ausdrücken, beispielsweise 3:4 oder 1:1.

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Rastergrafiken

Eine Rastergrafik wird auch Pixelgrafik genannt, da sie aus einzelnen Pixeln besteht. Ein Pixel ist, einfach gesagt, ein Quadrat, welchem eine bestimmte Farbe zugeordnet wird. Durch Aneinanderreihung von tausenden oder Millionen von Pixeln entsteht dann die Grafik. Da sich bei der Vergrößerung auch die Pixel vergrößern, und nicht vermehren, leidet die Qualität darunter. Dennoch sind Rastergrafiken hervorragend geeignet für fotorealistische Darstellungen und eine hohe Farbtiefe.

Dateiformat Zugriff Anwendung Kompression
PNG offen Webgrafiken Lossless
JPG/JPEG offen Fotos für Web/Social Media Lossy
GIF offen Webgrafiken, einfache Animationen Lossless
BMP offen Rohbilddaten Unkomprimiert
TIFF/TIF offen Druckvorstufe, Archivierung Lossless (Lossy optional)
PSD proprietär (Adobe) Photoshop Lossless
WEBP offen Webgrafiken, ersetzt JPG/PNG Lossy & lossless möglich
HEIC/HEIF proprietär (Microsoft) Smartphone-Fotos Lossy & lossless möglich
RAW teilproprietär Professionelle Fotografie, Rohdaten Lossless
PDF offen Dokumente, Druckdaten Lossy & lossless möglich

Vektorgrafiken

Vektorgrafiken können beliebig vergrößert oder verkleinert werden, ohne grafische Verluste zu erleiden. Sie bestehen aus geometrischen Formen und mathematischen Formeln, welche sich anhand der Größe des Bildes skalieren. Jedoch bieten Vektorgrafiken weniger Tiefe und Detail in den Designs, weshalb sie hauptsächlich für Logos oder Schriftarten verwendet werden, welche zwar skaliert werden müssen, aber keine hohe Detaildichte aufweisen.

Dateiformat Zugriff Anwendung Kompression
SVG offen Webgrafiken Lossless
EPS offen Druckvorstufe, professionelle Grafiken Lossless
AI proprietär (Adobe) Illustrator-Vektorgrafiken Lossless
CDR proprietär (Corel) CorelDRAW-Vektorgrafiken Lossless
INDD proprietär (Adobe) Layouts, Magazine Lossless

Zugriff

Wichtig bei Bild- und anderen Dateiformaten ist die Unterscheidung in offene und proprietäre Dateien. Bei einer proprietären Datei wird das Dateiformat von einem einzigen Hersteller festgelegt. Üblicherweise sind dies große Entwicklerfirmen wie Adobe, Microsoft oder Apple.

Offene Dateien hingegen können von beliebigen Programmen geöffnet werden und sind frei zugänglich. Einige proprietäre Formate wurden mit der Zeit standardisiert, sodass sie heute als offen gelten. Beispiele hierfür sind die neuen Microsoft-Formate docx, pptx und xlsx.

Kompression

Bei der Kompression wird unterschieden in lossy und lossless. Die Begriffe werden abgeleitet vom englischen Wort loss für Verlust und bedeuten genau das: ob die Daten bei der Komprimierung verlustbehaftet oder verlustfrei sind.

Lossy/verlustbehaftet

Bei der Komprimierung werden hier Bilddaten verworfen, was zu kleineren Dateien, aber schlechterer Qualität führt. Diese Variante ist sinnvoll für Webgrafiken und Social Media, wenn die Dateigröße wichtiger ist als kleine Details.

Lossless/verlustfrei

Verlustfreie Bilddateien bleiben qualitativ hochwertig, selbst nach mehrmaligem Speichern. Das vergrößert die Datei zwar, erhält allerdings die Qualität, was besonders für große Grafiken und Druckdateien vonnöten ist.

Häufig gestellte Fragen

Bildformate werden unterschieden in Rastergrafiken, welche aus Pixeln bestehen, und Vektorgrafiken, welche aus mathematischen Formeln und geometrischen Objekten bestehen. Zu den Rastergrafiken gehören unter anderem JPEGs und GIFs, während Beispiele für Vektorgrafiken aus Adobe Illustrator oder InDesign kommen können.

Es gibt kein Besser oder Schlechter in diesem Fall. Die Wahl des Bildformates hängt von der Anwendung ab. JPEGs haben eine geringere Qualität, aber auch eine geringere Größe, weshalb sie sich besonders für Fotos auf mobilen Endgeräten verwenden lassen. PNGs sollten präferiert werden, wenn die Qualität entscheidend ist.

Das gängigste Bildformat ist JPG bzw. JPEG, da es das Standardformat für die Aufnahmen mobiler Endgeräte ist.

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ScanProfi

 
Über den Autor

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