
In den Kellern vieler Menschen stapeln sich lose Fotos oder Alben zur Genüge. Oft nehmen sie viel Platz ein und werden doch kaum angesehen, da die digitale Version bevorzugt wird. Fotos auf einen USB-Stick zu übertragen, ist hier eine gute Möglichkeit, die Bilder mobil und digital zu erhalten. So können sie auf Familienfeiern, Treffen mit Freunden oder auf Firmenfeiern einfach und schnell abgerufen werden. Der folgende Artikel erklärt, wie Fotos auf einen USB-Stick übertragen werden können.
Foto auf USB-Stick übertragen „kurz erklärt“
Fotos auf USB-Sticks zu übertragen bedeutet, die Daten von einem Speicherort auf einen anderen zu kopieren. Dies hat mehrere Vorteile. Einerseits sind die Fotos dadurch portabel, andererseits kann die Übertragung auch als Sicherung vor Verlust dienen.
Definition: Foto auf USB-Stick übertragen
Um Fotos auf einen USB-Stick zu übertragen, werden sie vom ursprünglichen Speicherort kopiert und auf den USB-Stick überführt. Je nach Bedarf können die Originale dann gelöscht oder behalten werden.
Gründe
Gründe, um Fotos auf einen USB-Stick zu übertragen, können folgende sein:
- Datensicherung bzw. Backup
- Speicherplatz auf Ursprungsort freigeben
- Verschenken
- Offline-Nutzung für unterwegs
- Präsentation, z. B. am Fernseher
Lassen Sie Ihre Fotos scannen & digitalisieren
- Alte Fotos & Erinnerungen aufbewahren
- Hohe Bildqualität und Datenschutz
- Archivierung in verschiedenen Dateiformaten
Jetzt mehr erfahren!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Der Vorgang der Übertragung hängt vom Ausgangsmedium ab.
Um digitale Fotos auf einen USB-Stick zu übertragen, muss ein Stick mit entsprechendem Speicherplatz in den USB-Port des Computers eingesteckt werden. Dieser erscheint daraufhin im Dateimanager des PCs und die Fotos können dorthin kopiert werden.
Die Fotos sollten zur Sicherheit nur kopiert und nicht vollständig verschoben werden. Falls beim Übertragungsvorgang Fehler passieren, können die Bilder sonst unwiderruflich verschwinden.
Eine Übertragung vom Smartphone oder Tablet auf einen USB-Stick kann entweder auch über den PC erfolgen, wobei die Fotos zunächst auf den Computer und von dort aus dann auf den USB-Stick übertragen werden, oder aber direkt über einen USB-Adapter. Letzterer verbindet den Stick direkt mit dem Handy.
Außerdem gibt es die Möglichkeit eines Fotosticks. Diese besitzen ein USB-C-Ende und einen normalen USB-Anschluss. Dadurch können sie direkt an das Mobilgerät angeschlossen werden.

Analoge Bilder müssen vor der Übertragung zunächst digitalisiert werden. Abhängig von der Art der Fotos erfolgt die Digitalisierung unterschiedlich, da lose Fotos einzeln eingescannt werden können, während aus Alben beispielsweise die Fotos erst vorsichtig herausgenommen werden müssen. Dias und Negative benötigen meist außerdem spezielle Geräte für die Digitalisierung, da einfache Scanner nicht ausreichen.
Formatierung des USB
Die Formatierung des USB-Sticks bestimmt das Dateisystem innerhalb des Speichermediums. Das bedeutet, es wird festgelegt, wie groß die Dateien sein dürfen und mit welchen Geräten sie kompatibel sind. Es werden dabei drei gängige Typen unterschieden:
FAT32 ist ein älteres Format, welches vorwiegend für die Kompatibilität mit alten Geräten genutzt wird. Der Vorteil ist, dass dieses Format noch heute an fast allen Geräten nutzbar ist. Nachteilig ist allerdings, dass es eine maximale Dateigröße von 4GB gibt. Einfache Fotos überschreiten diese Grenze in der Regel nicht, jedoch können Videos durchaus problematisch werden.
ExFat ist ein modernes Format, welches keine Grenze für die Dateigröße besitzt. Dafür ist es mit älteren Geräten allerdings nicht kompatibel. Durch die Vielseitigkeit des Formats ist es jedoch ideal für USB-Sticks und externe Festplatten, welche zwischen verschiedenen Geräten wechseln.
NTFS ist hauptsächlich für Windows geeignet. Die Kompatibilität mit anderen Betriebssystemen ist stark eingeschränkt. So können Macs den Stick in der Regel zwar lesen, jedoch keine Daten darauf speichern. Der Vorteil innerhalb eines Windows-Systems ist allerdings, dass riesige Daten gespeichert werden können. Außerdem ist diese Form besonders sicher und unterstützt eine schnelle Datenübertragung.
Umformatierung
Um das Dateisystem eines USB-Sticks zu ändern, muss zunächst geprüft werden, welches System vorhanden ist.
Windows
- Rechtsklick auf den USB-Stick im Explorer (gelbes Ordner-Symbol)
- Wähle „Eigenschaften“
- Im Reiter „Allgemein“ findet sich das Dateisystem
MacOS
- Rechtsklick auf das USB-Symbol auf dem „Schreibtisch“
- Wähle „Informationen“
- Im Reiter „Format“ findet sich das Dateisystem
Um das Dateisystem dann zu ändern, kann durch einen Rechtsklick das Menü aufgerufen werden. Dort findet sich die Option „Formatieren„, wo zwischen den verschiedenen Dateisystemen gewählt werden kann.
Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass durch die Umformatierung alle auf dem Stick vorhandenen Daten gelöscht werden.
Häufige Probleme & Tipps
Bei der Übertragung von Fotos auf USB-Sticks treten immer wieder verschiedene Probleme auf, welche oft einfache Erklärungen und Lösungen haben:
-
Speicherprobleme trotz ausreichend GB
Einige USB-Sticks sind in den Werkseinstellungen auf FAT32 eingestellt und können deshalb nur 4GB pro Datei speichern. Ändere deshalb in den Einstellungen das Dateisystem auf exFAT. -
Kopieren statt ausschneiden
Bei der Übertragung sollten die Fotos immer kopiert und auf dem Stick eingefügt werden, selbst wenn sie danach am Ursprungsort gelöscht werden sollen. Bei einem Abbruch der Übertragung können sonst Daten beschädigt oder sogar gelöscht werden. -
Datenverlust durch einfaches Entfernen
Nachdem die Fotos auf den USB-Stick übertragen wurden, sollte die Option „Auswerfen“ gewählt werden. Diese findet sich im über einen Rechtsklick zu öffnenden Menü. Das Auswerfen verhindert, dass Daten durch das Abziehen des Sticks verloren gehen. -
Data Rotting
Data Rotting bedeutet, dass einige Sticks nach wenigen Jahren ohne Stromzufuhr (also das Einstecken in den PC) Daten verlieren können. USB-Sticks sind in der Regel für die Übertragung gedacht, nicht zum Archivieren. -
Virusübertragung
Da Sticks oft viel in Verwendung sind, können sie auch Schadsoftware enthalten. Diese kann sowohl auf dem USB-Stick selbst liegen, als auch durch das Einstecken in einen infizierten PC übertragen werden. Aus diesem Grund sollten USB-Sticks nur aus vertrauenswürdigen Quellen angenommen und an vertrauenswürdigen PCs angesteckt werden. -
Verlust
Da USB-Sticks oft handlich klein sind, können sie schnell verloren gehen oder versehentlich in einer Tasche mitgewaschen werden. Sie sollten also gut aufbewahrt und ggf. mit einem Passwort versehen werden.
Häufig gestellte Fragen
Fotos von einem Mobiltelefon können entweder zunächst auf einen PC übertragen und dann auf den Stick kopiert werden, oder aber direkt über ein entsprechendes Adapterkabel auf den USB-Stick. Eine weitere Möglichkeit ist ein direkter Fotostick.
Um Fotos vom PC auf einen USB-Stick zu übertragen, sollten die Bilder zunächst ausgewählt und kopiert werden, bevor sie auf dem Stick wieder eingefügt werden. Kopieren statt Ausschneiden beugt Datenverlust vor, falls der Übertragungsvorgang abbricht.
Während ein normaler USB-Stick lediglich einen gängigen USB-A-Anschluss hat, besitzt ein Fotostick einen zweiten Anschluss mit USB-C, wodurch er an verschiedene mobile Endgeräte angeschlossen werden kann.