
Tonbänder sind in der heutigen Zeit weniger Menschen bekannt. Sie diente ursprünglich zum Aufzeichnen akustischer Signale, bevor schließlich die CD eingeführt wurde. Um die oftmals emotionalen Daten auf einem Tonband nicht zu verlieren, eignet es sich, dieses Scan-Produkt digitalisieren zu lassen. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Tonband sowie dessen Digitalisierung.
Tonbänder „kurz erklärt“
Tonbänder sind magnetbandbasierte, analoge Datenträger, die zur Aufzeichnung von Sprache, Musik und Geräuschen dienen. Die Toninformation wird magnetisch auf ein beschichtetes Band gespeichert und über ein Tonbandgerät wiedergegeben.
Definition: Tonbänder
Ein Tonband ist ein analoger Audioträger, der aus einem flexiblen Kunststoffband besteht, das mit einer magnetisierbaren Schicht beschichtet ist. Beim Aufnehmen wird das Audiosignal in magnetische Veränderungen auf dem Band umgewandelt, beim Abspielen wieder in elektrische Signale zurückgeführt.
Wichtig ist die Abgrenzung zu ähnlichen Medien:
- Tonband ≠ Audiokassette (Kassette ist eine kompakte Weiterentwicklung)
- Tonband ≠ Videoband (ähnliche Technik, andere Signalstruktur)
Tonbänder liegen meist offen auf Spulen vor und werden daher auch als Spulenband oder Reel-to-Reel-Band bezeichnet.
Technische Funktionsweise
Tonbänder arbeiten mit magnetischer Speicherung:
-
- Das Band läuft mit konstanter Geschwindigkeit an den Tonköpfen vorbei
- Ein Aufnahmekopf magnetisiert die Bandoberfläche entsprechend dem Audiosignal
- Ein Wiedergabekopf liest diese Magnetisierung wieder aus
- Ein Löschkopf entfernt alte Aufnahmen vor einer Neuaufnahme
Spurformate
Je nach Nutzung unterscheiden sich Tonbänder in der Spuraufteilung:
- Vollspur (Mono): gesamte Bandbreite für ein Signal
- Halbspur (Stereo): hochwertige Musikaufnahmen
- Viertelspur: typische Heimaufnahmen
Bandgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit beeinflusst direkt die Klangqualität:
| Geschwindigkeit | Qualität | Einsatz |
| 4,75 cm/s | niedrig | Sprache |
| 9,5 cm/s | mittel | Heimaufnahmen |
| 19 cm/s | hoch | Musik |
| 38 cm/s | sehr hoch | Studio & Rundfunk |
Formate und Varianten von Tonbändern
Die meisten Tonbänder nutzen ¼-Zoll-Bandbreite (Standard)
Es gibt folgende Spulengrößen:
- 13 cm
- 18 cm
- 26,5 cm
Professionelle Bänder sind oft größer, dicker und langlebiger als private Heimaufnahmen.
Geschichte
Anfänglich war das Tonband noch eher ein Tondraht auf einer Spule, entwickelt von Valdemar Poulsen, welcher es bald darauf zu einem breiteren Stahlband weiterentwickelte. Mitte der 1930er Jahre wurde nach dem Papierband dann auch das erste Kunststoffband hergestellt, welches durch seine Leichtigkeit und Wandelbarkeit zur Entwicklung der Kassette führte.
Typische Inhalte auf Tonbändern
Auf Tonbändern finden sich häufig:
- Sprachaufnahmen und Interviews
- Familien- und Zeitdokumente
- Musikaufnahmen und Demos
- Rundfunkmitschnitte
- Hörspiele
- Proben und Archivmaterial
Viele dieser Inhalte sind einmalig und nicht reproduzierbar.
Typische Schäden und Alterung
Tonbänder unterliegen chemischem und mechanischem Verfall:
- Sticky-Shed-Syndrom: Band wird klebrig, nicht mehr abspielbar
- Kopiereffekt (Print-Through): Vor- oder Nachhall durch Magnetübersprechen
- Oxidablösung: Magnetbeschichtung löst sich
- Bandschrumpfung oder -dehnung
- Schimmelbefall
- Knickstellen und Bandrisse
Ein beschädigtes Tonband kann beim Abspielen irreversibel zerstört werden.
Aufbewahrung & Lebensdauer
Wie bei vielen alten Datenträgern, bevorzugen auch Tonbänder eine Temperatur von etwa 20 °C und eine konstante Luftfeuchtigkeit von 40–60 %. Zu hohe Temperaturen können zum Kopiereffekt führen, bei welchem die oberen Schichten auf die auf der Spule darunterliegenden Schichten „abfärben.“ Aus diesem Grund ist es von Vorteil, das Tonband vorgespult zu lagern, um diesen Effekt zu vermeiden.
Eine senkrechte Lagerung in Kartons oder besser noch in Metallboxen, wie beispielsweise jenen von Super8 Filmen, ist empfohlen. Länger gelagerte Tonbänder sollten, wenn möglich, vor dem Abspielen auf eine andere Spule umgespult werden, was zur Qualitätsüberprüfung und dem Erhalt des Abspielgeräts dient. Mit der Zeit können die Bänder nämlich eine klebrige Schicht erzeugen.
Bei guter Pflege können Tonbänder durchaus 20–40 oder sogar mehr Jahre abspielbar bleiben.
Digitalisierung
Tonbänder können digitalisiert werden, wenn ein USB-Anschluss am Lesegerät vorhanden ist, oder über ein Audio-Interface. Diese werden dann mit dem Computer verbunden und das Tonband wird über eine entsprechende Software ausgelesen. Da viele Privathaushalte nicht über entsprechende Gerätschaften verfügen, Digitalisierungsfehler passieren oder Fehler auf dem Tonband nicht korrigiert werden können, ist ein Scandienstleister wie ScanProfi zu empfehlen.
Lassen Sie Ihre Tonbänder digitalisieren
- Alte Tonbänder digital aufbewahren
- Hohe Audioqualität & Datenschutz
- Archivierung in verschiedenen Dateiformaten
Jetzt mehr erfahren!
Häufig gestellte Fragen
Ein Tonband ist ein Magnetband zur Aufzeichnung von Tönen und anderen akustischen Signalen.
Tonbänder enthalten oft alte Erinnerungen, weshalb viele Menschen zögern, sich von ihnen zu trennen, auch wenn sie viel Platz verbrauchen. Scandienstleister wie ScanProfi schaffen hierbei Abhilfe, indem sie die Aufnahmen digitalisieren und damit platzsparender zur Verfügung stellen.
Bei guter Pflege sind Tonbänder noch nach 20–40 Jahren lesbar. Dies hängt jedoch von der Lagerung, der Anzahl der Abspielungen und auch der ursprünglichen Herstellerqualität ab.