Inhaltsverzeichnis
- 1 Wie scannt man? „Kurz erklärt“
- 2 Wie scannt man?
- 3 Welche Geräte eignen sich zum Scannen?
- 4 Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 5 Scannen mit dem Handy
- 6 Welche Einstellungen sind zum Scannen wichtig?
- 7 Wie scannt man mit verschiedenen Geräten?
- 8 Welche Software eignet sich zum Scannen am Computer?
- 9 Wie scannt man mehrere Seiten in eine PDF?
- 10 Wie scannt man Sonderfälle wie Bücher oder Großformate?
- 11 Tipps für ein besseres Scan-Ergebnis
- 12 Warum ist mein Scan unscharf, zu dunkel oder zu groß?
- 13 Häufig gestellte Fragen
Wie scannt man? „Kurz erklärt“
Zum Scannen legen Sie ein Dokument oder Foto in einen Scanner oder fotografieren es mit einer Scan-App auf dem Smartphone. Anschließend starten Sie den Scanvorgang am Gerät oder über die Software und speichern die Datei. Für Textdokumente wählen Sie 300 DPI und das Format PDF, für Fotos 600 DPI und JPEG oder PNG.
Wie scannt man?
Beim Scannen wird ein analoges Dokument, zum Beispiel ein Foto, ein Brief oder eine Rechnung, mithilfe eines Scanners oder einer App digital erfasst. Dabei entsteht eine Datei, die Sie am Computer oder Smartphone speichern, bearbeiten oder versenden können.
Das Scannen ersetzt das Kopieren auf Papier durch eine digitale Kopie, die dauerhaft gesichert, einfach archiviert und bei Bedarf weiterverwendet werden kann.
Was passiert beim Scannen?
Beim Scannen tastet ein Sensor die Vorlage zeilenweise mit Licht ab und wandelt das reflektierte Bild in eine digitale Datei um. Aus einem Blatt Papier wird so eine PDF- oder Bilddatei, die Sie speichern, durchsuchen, bearbeiten und versenden können.
Erfasst wird dabei alles, was auf der Vorlage sichtbar ist: ein Foto, ein Brief, eine Rechnung oder eine Zeichnung. Das Ergebnis ist eine digitale Kopie, die sich im Gegensatz zur Papierkopie dauerhaft sichern, archivieren und beliebig oft weiterverwenden lässt. Welche Technik dahintersteckt, erklären wir ausführlich im Beitrag zum Scanner.
Welche Geräte eignen sich zum Scannen?
Zum Scannen stehen Ihnen heute mehrere Scanner-Typen zur Verfügung, vom klassischen Scanner bis hin zur praktischen App auf dem Smartphone. Je nachdem, was und wie oft Sie scannen möchten, bietet sich eine andere Lösung an.
Für gelegentliche Scans in hoher Qualität eignet sich ein Flachbettscanner, für viele Seiten am Stück ein Dokumentenscanner mit automatischem Vorlageneinzug und für unterwegs das Smartphone mit einer Scan-App. Wer bereits einen Multifunktionsdrucker besitzt, braucht in der Regel gar kein zusätzliches Gerät.
| Gerätetyp | Vorteile | Wann sinnvoll? |
|---|---|---|
| Flachbettscanner | Hohe Qualität, ideal für Fotos und Einzelblätter | Wenn Sie gelegentlich scannen und Wert auf saubere Ergebnisse legen |
| Multifunktionsdrucker | Bereits im Haushalt vorhanden, scannt direkt an PC, Netzwerkordner oder E-Mail | Wenn Sie ohnehin einen Drucker mit Scaneinheit besitzen |
| Dokumentenscanner | Schnell, zieht mehrere Seiten automatisch ein (ADF), oft beidseitig (Duplex) | Wenn Sie regelmäßig viele Seiten scannen, etwa Unterlagen oder Rechnungen |
| Smartphone mit App | Flexibel, immer dabei, einfache Bedienung | Für unterwegs oder wenn kein Scanner vorhanden ist |
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu, wie man scannt:
- Vorbereitung: Legen Sie das Dokument oder Foto glatt auf eine saubere, trockene Oberfläche. Entfernen Sie Staub oder Knicke, um ein sauberes Scanergebnis zu erzielen. Öffnen Sie das Scannerprogramm oder Ihre Scan-App.
- Positionieren: Platzieren Sie das Papier mit der bedruckten Seite nach unten auf dem Vorlagenglas, möglichst gerade, an den Markierungen ausgerichtet. Beim Handy achten Sie auf ausreichendes Licht und halten Sie das Gerät parallel über das Dokument.
- Einstellung wählen: Wählen Sie Auflösung, Farbmodus (Farbe, Graustufen oder Schwarzweiß) und Dateiformat (PDF oder JPEG) passend zum Einsatzzweck. Für Texte empfehlen sich 300 DPI, für Fotos 600 DPI oder mehr.
- Scan starten: Starten Sie den Scanvorgang per Knopfdruck am Gerät, in der Software oder in der App. Kontrollieren Sie anschließend das Ergebnis in der Vorschau, bei Bedarf neu positionieren oder nachjustieren.
- Speichern und benennen: Speichern Sie die Datei unter einem verständlichen Namen, z. B. „Lebenslauf_Mustermann_2025.pdf“. Legen Sie einen gut auffindbaren Speicherort fest, z. B. in einem Ordner „Scans“ oder direkt auf dem Desktop.
Wie scannt man vom Drucker auf den PC?
Legen Sie das Dokument auf das Vorlagenglas, wählen Sie am Drucker oder in der Scan-Software Ihren Computer als Ziel und starten Sie den Scan. Die Datei landet anschließend im eingestellten Scan-Ordner auf dem PC.
Für den Weg vom Multifunktionsdrucker auf den Rechner gibt es zwei Varianten:
Vom Gerät aus starten:
Wählen Sie am Display des Druckers „Scannen“ und anschließend „An Computer“. Der Drucker zeigt die im Netzwerk gefundenen Rechner an. Nach der Auswahl legt er die Datei direkt im Scan-Ordner dieses Computers ab.
Vom Computer aus starten:
Öffnen Sie die Windows-Scan-App, die Vorschau auf dem Mac oder die Software des Herstellers, wählen Sie Ihr Gerät aus und starten Sie den Scan. So können Sie Auflösung, Farbmodus und Dateiformat vorher genau einstellen.
Damit das funktioniert, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: Drucker und Computer befinden sich im selben WLAN oder sind per USB verbunden, der passende Treiber ist installiert, und das Gerät ist eingeschaltet und nicht im Energiesparmodus. Windows und macOS erkennen die meisten Scanner über die Standardschnittstellen WIA beziehungsweise TWAIN automatisch, sodass eine Hersteller-CD nicht nötig ist.
Scannen mit dem Handy
Öffnen Sie eine Scan-App, richten Sie die Kamera gerade über das Dokument, bestätigen Sie den automatisch erkannten Rand und speichern Sie das Ergebnis als PDF. Achten Sie auf gleichmäßiges Licht und eine ruhige Hand, dann bleibt der Scan scharf und lesbar.

Viele Smartphones können das sogar ohne zusätzliche App: iPhones bieten in der Notizen-App und in der Dateien-App eine Scanfunktion mit sehr guter Qualität, auf Android-Geräten funktioniert das Scannen direkt über die Google-Drive-App und bei vielen Samsung-Geräten über die Kamera-App, die Dokumente automatisch erkennt.
| App | System | Vorteile |
|---|---|---|
| Adobe Scan | Android, iOS | Automatische Texterkennung (OCR) und Randerkennung, einfach zu bedienen |
| OneDrive | Android, iOS | Scan direkt in die Cloud, gute Anbindung an Microsoft 365 |
| Scanbot | Android, iOS | Viele Zusatzfunktionen, intuitive Bedienung |
| Google Drive | Android | Bereits vorinstalliert, schnell und zuverlässig |
| Notizen und Dateien | iOS | Direkt integriert, kein Download nötig, sehr gute Qualität |
Hinweis zu Microsoft Lens: Die App wurde am 9. Januar 2026 eingestellt, im Februar aus den App-Stores entfernt und erstellt seit dem 9. März 2026 keine neuen Scans mehr. Microsoft verweist als Nachfolger auf die OneDrive-App, die eine integrierte Scanfunktion mitbringt. Die Einzelheiten dazu stehen in der offiziellen Mitteilung von Microsoft.
Wenn Sie speziell alte Papierfotos mit dem Smartphone digitalisieren möchten, lesen Sie weiter unter Kann man mit dem Handy Fotos scannen?
Welche Einstellungen sind zum Scannen wichtig?
Für Textdokumente genügen 300 DPI in Graustufen oder Schwarzweiß, für Fotos sollten es 600 DPI in Farbe sein. Dokumente speichern Sie als PDF, Fotos als JPEG oder verlustfrei als PNG. Drei Einstellungen entscheiden über das Ergebnis:
- Auflösung: Die Auflösung wird plattformunabhängig in DPI (Dots per Inch) angegeben, unter Windows genauso wie auf dem Mac. Je höher der Wert, desto detailreicher der Scan und desto größer die Datei. 300 DPI reichen für Text, 600 DPI für Fotos.
- Farbmodus: Zur Wahl stehen Schwarzweiß, Graustufen und Farbe. Flachbettscanner und Multifunktionsgeräte erfassen dabei grundsätzlich in RGB. Eine CMYK-Option finden Sie an diesen Geräten nicht, denn die Umwandlung in CMYK übernimmt erst Ihr Layoutprogramm oder die Druckerei.
- Dateiformat: Für Texte empfiehlt sich PDF, für Fotos JPEG oder verlustfrei PNG, für die Langzeitarchivierung TIFF oder PDF/A. Eine Übersicht aller Optionen finden Sie unter Dateiformate, konkrete Werte in unseren Scan-Einstellungen.

Warum 300 DPI für Text genügt und 600 DPI Fotos vorbehalten bleiben: Die Punktdichte steigt in beide Richtungen, die Dateigröße also etwa im Quadrat.
Farbfotos
600 DPI
PNG oder TIFF
JPEG speichert nur 8 Bit pro Farbkanal, eine höhere Farbtiefe geht dort verloren. Für kleinere Dateien wählen Sie 24 Bit Farbe und JPEG.
Schwarzweißfotos
600 DPI
PNG oder TIFF
Die feine Graustufenabstufung ermöglicht eine gute Nachbearbeitung, gerade bei alten Fotos. Für kleinere Dateien genügen 8 Bit als JPEG.
Farbige Dokumente und Prospekte
300 DPI
Prospekte sind oft digital erstellt und brauchen keine höhere Auflösung. PDF eignet sich für Archivierung und Versand gleichermaßen.
Schwarzweiß-Dokumente mit Texterkennung
hoher Kontrast
PDF mit OCR
Nur mit aktivierter Texterkennung lässt sich der Text später durchsuchen oder kopieren, etwa bei Verträgen und Formularen.
Scannen zum Hochladen
300 DPI
JPEG oder PDF
Eine Komprimierung verkürzt die Uploadzeit spürbar, ohne dass die Lesbarkeit am Bildschirm leidet.
Scannen zum Ausdrucken
RGB
PNG, TIFF oder PDF
Die Umwandlung nach CMYK erfolgt erst in der Druckvorstufe. Ihr Scanner bietet diese Option nicht an, und PNG unterstützt CMYK gar nicht.
Scannen zur digitalen Archivierung
Dokumente 300 DPI
PDF/A oder TIFF
PDF/A bettet Schriften und Farbprofile in die Datei ein und bleibt dadurch auch in vielen Jahren identisch darstellbar. Mehr dazu unter Archivieren.

Wie scannt man mit verschiedenen Geräten?
Je nachdem, ob Sie mit einem Marken-Gerät, einem Multifunktionsdrucker oder einem vernetzten Kopierer scannen, unterscheidet sich der Ablauf leicht. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Marken.
Wie scannt man mit einem Canon-Drucker?
- Flachbettscanner:
Auch ohne Internetverbindung oder CD können Sie den Scanner anschließen, Windows oder macOS erkennt ihn meist automatisch über Standard-Treiber. Anschließend öffnen Sie das Scan-Programm und folgen den Anweisungen.

- Multifunktionsdrucker:
Die Bedienung ist identisch zum Flachbettscanner. Dokument auflegen, Gerät auswählen, Scan starten.
- Netzwerk-Kopierstation:
Lassen Sie sich vom Administrator zeigen, wie Ihre Station eingerichtet ist. Vergessen Sie nicht, sensible Dokumente aus freigegebenen Ordnern zu löschen. Hier stehen meist zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
-
- Scan in einen Netzwerkordner
- Scan per E-Mail-Versand
Wie scannt man mit einem HP-Gerät?
- Flachbettscanner:
Installieren Sie den Treiber (CD, USB-Stick oder Download). Nach der Installation wird das Gerät erkannt. Starten Sie den Scan über die HP-Smart-Software oder die Windows-Scan-App.
- Multifunktionsdrucker:
Es wird automatisch als Scanner erkannt. Sie scannen wie bei einem klassischen Flachbettscanner.
- Kopierstation mit Netzwerkanschluss:
Scans werden oft per Befehl direkt am Gerät gestartet und:
-
- in einem zentralen Ordner abgelegt oder
- an Ihre E-Mail-Adresse geschickt
Auch hier gilt: bei Unsicherheit bitte Rücksprache mit der IT oder dem Administrator.
Wie scannt man unter Windows 11?
Lokaler Scanner/Drucker:
- Öffnen Sie „Geräte & Drucker“, wählen Sie Ihr Gerät aus
- Klicken Sie auf „Scannen“ oder öffnen Sie die Scan-App
- Folgen Sie dem Assistenten und speichern Sie das Ergebnis
Netzwerkgeräte (Flachbett, MFP, Kopierer):
- Diese Geräte legen Scans oft in einem zentralen Ordner ab
- Alternativ erfolgt der Versand per E-Mail
- Für große Formate (z. B. A0-Zeichnungen) eignen sich Netzwerk-Scanner besonders gut
Wie scannt man auf dem Mac?
Lokal angeschlossene Scanner (USB):
- Öffnen Sie „Systemeinstellungen“ > „Drucken & Scannen“
- Wählen Sie das angeschlossene Gerät aus
- Klicken Sie auf „Scannen“ und folgen Sie den Schritten
Multifunktionsdrucker:
- Wird wie ein normaler Scanner erkannt
- Der Scanvorgang startet ebenfalls über „Drucken & Scannen“
- Auswahl erfolgt beim Doppelklick: „Scannen“ oder „Drucken“
Netzwerkgeräte:
- Netzwerk-Scanner müssen oft manuell eingebunden werden
- Bitten Sie den Netzwerkadministrator um Hilfe bei der Einrichtung
Wie scannt man mit einem Epson-Gerät?
Epson-Scanner und Multifunktionsdrucker steuern Sie am Computer über Epson Scan 2, am Smartphone über das Epson Smart Panel. Nach dem Öffnen wählen Sie Vorlagenart, Auflösung und Zielordner und starten den Scan. Geräte mit automatischem Vorlageneinzug bieten dort zusätzlich die Option, mehrere Seiten direkt in eine PDF zu speichern.
Wie scannt man mit einem Brother-Gerät?
Bei Brother übernimmt die Software Brother iPrint&Scan den Scanvorgang, unter Windows alternativ das ControlCenter. Sie wählen das Gerät aus, legen Scantyp und Speicherort fest und starten den Vorgang. Viele Brother-Modelle unterstützen zusätzlich den Start direkt am Display über die Funktion „Scan to PC“.
Wie scannt man an einem Netzwerkgerät oder Kopierer?
An einer Netzwerk-Kopierstation starten Sie den Scan direkt am Display des Geräts und wählen als Ziel entweder einen zentralen Netzwerkordner oder den Versand per E-Mail. Die Datei wird dann nicht auf einem einzelnen Rechner abgelegt, sondern im Netzwerk bereitgestellt.
Da die Einrichtung je nach Unternehmen stark abweicht, lassen Sie sich den Ablauf am besten einmal von Ihrer IT oder der Administration zeigen. Für große Formate wie A0-Zeichnungen sind solche Netzwerkgeräte oft die einzige praktikable Lösung.
Datenschutz nicht vergessen: Freigegebene Scan-Ordner sind in vielen Unternehmen für mehrere Personen einsehbar. Löschen Sie sensible Unterlagen wie Verträge, Gehaltsabrechnungen oder Gesundheitsdaten nach dem Abholen aus dem gemeinsamen Ordner und prüfen Sie im Zweifel die Zugriffsrechte. Bei personenbezogenen Daten verlangt die DSGVO zudem, dass nur berechtigte Personen Zugriff haben.
Welche Software eignet sich zum Scannen am Computer?
Für einfache Scans genügt das Programm, das Ihr Betriebssystem bereits mitbringt. Zusatzsoftware lohnt sich, sobald Sie Texterkennung, Stapelverarbeitung oder mehrseitige PDFs brauchen.
| Programm | System | Funktionen | Für wen geeignet? |
|---|---|---|---|
| Windows Scan | Windows | Einfach, kostenlos über den Microsoft Store | Einsteiger mit Windows |
| Vorschau und Digitale Bilder | macOS | Direkt integriert, ideal für Alltags-Scans | Mac-Nutzer ohne Zusatzsoftware |
| HP App | Windows, macOS, mobil | Einrichtung, Scan und Vorschau für HP-Geräte | Nutzer mit HP-Geräten |
| Canon IJ Scan Utility | Windows, macOS | Schnellzugriff, Vorschau und Texterkennung | Nutzer mit Canon-Geräten |
| Epson Scan 2 | Windows, macOS | Detaillierte Einstellungen, Mehrseiten-PDF | Nutzer mit Epson-Geräten |
| Brother iPrint & Scan | Windows, macOS | Scan to PC, einfache Oberfläche | Nutzer mit Brother-Geräten |
| NAPS2 | Windows | Sehr einfache Bedienung, OCR möglich, kostenlos | Einsteiger und Gelegenheitsnutzer |
| VueScan | Windows, macOS | Stapelverarbeitung, unterstützt auch ältere Scanner | Fortgeschrittene und Vielnutzer |
Ein Tipp aus der Praxis: Wenn ein älterer Scanner unter einem neuen Betriebssystem nicht mehr erkannt wird, liegt das fast immer am fehlenden Treiber. VueScan bringt eigene Treiber für mehrere tausend Altgeräte mit und ersetzt damit oft einen Neukauf.
Bildbearbeitung nach dem Scan
Nach dem Scannen lässt sich die Qualität häufig noch verbessern: Farben optimieren, Flecken entfernen, zuschneiden oder die Datei verkleinern. Dafür genügen meist kostenlose Programme wie GIMP oder Paint.NET.
Wie Sie einen fertigen Scan nachträglich zuschneiden, aufhellen oder den Text darin bearbeiten, zeigen wir ausführlich im Beitrag Gescannte Dokumente bearbeiten.
Wie scannt man mehrere Seiten in eine PDF?
Stellen Sie in der Scan-Software das Format auf „PDF (mehrseitig)“ um, scannen Sie alle Seiten nacheinander oder über den automatischen Einzug und klicken Sie am Ende auf „Fertigstellen“. So entsteht statt vieler Einzeldateien ein zusammenhängendes Dokument.
- Mehrseitiges PDF aktivieren: Wählen Sie in Ihrer Software „PDF (mehrseitig)“ oder eine ähnliche Option wie „Alle Seiten in einer Datei speichern“.
- Seiten einlesen: Legen Sie jede Seite nacheinander auf das Vorlagenglas oder nutzen Sie den automatischen Vorlageneinzug. Geräte mit Duplex-Funktion erfassen Vorder- und Rückseite in einem Durchgang.
- Speichern: Klicken Sie nach der letzten Seite auf „Fertigstellen“ oder „PDF speichern“.
Falls Ihre Software das nicht unterstützt, fügen Sie die Einzeldateien nachträglich mit kostenlosen Werkzeugen wie PDF24, NAPS2 oder Adobe Acrobat zusammen.
Tipp: Falls Ihre Software das nicht kann, helfen kostenlose Tools wie PDF24, Adobe Acrobat oder NAPS2, um mehrere PDF-Dateien zusammenzufügen.
Wie scannt man Sonderfälle wie Bücher oder Großformate?
Neben klassischen Dokumenten und Fotos gibt es einige Situationen, bei denen das Scannen besondere Anforderungen stellt. Hier finden Sie kompakte Tipps für typische Sonderfälle:
| Spezialfall | Tipp |
|---|---|
| Formulare | In Schwarzweiß scannen und Texterkennung verwenden |
| Große Formate | Großformatscanner nutzen oder gleichmäßig ausgeleuchtet abfotografieren |
| Bücher | Doppelseiten scannen und per Texterkennung durchsuchbar machen |
| Lose Blätter | Einzugsscanner verwenden und die Einstellungen beibehalten |
| Mehrere Fotos gleichzeitig | Nebeneinander auflegen und später digital trennen |
| Direkt als PDF speichern | Scanner auf PDF stellen oder die PDF-Exportfunktion nutzen |
Bei größeren Mengen zahlt sich Vorbereitung mehr aus als eine hohe Auflösung. Entfernen Sie vor dem Einzug alle Heft- und Büroklammern, sonst bleibt der Stapel hängen oder das Papier reißt. Für die Texterkennung reichen 300 DPI in aller Regel vollkommen aus, höhere Werte verlängern nur die Verarbeitung und vergrößern das Archiv, ohne die Erkennungsrate messbar zu verbessern. Gebundene Bücher sollten Sie außerdem nie flach auf das Glas pressen, weil der Buchrücken dabei Schaden nimmt. Hier arbeiten wir mit Buchwippen, die die Seiten im geöffneten Winkel erfassen.
Wenn Sie keinen geeigneten Scanner besitzen oder große Mengen an Dokumenten scannen und digitalisieren möchten, können Sie den Scan auch bequem an einen Scandienstleister wie ScanProfi abgeben. Dort werden Ihre Dokumente professionell eingescannt, nach Wunsch als mehrseitige PDF, mit optischer Zeichenerkennung oder zur digitalen Archivierung aufbereitet, ideal für Bewerbungen, Archive oder Erinnerungsfotos.
Tipps für ein besseres Scan-Ergebnis
Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie die Qualität Ihrer Scans deutlich verbessern, ganz unabhängig vom Gerät:
- Dokument richtig platzieren: Legen Sie das Papier möglichst gerade und plan auf das Vorlagenglas. Nutzen Sie die Markierungen am Rand zur Orientierung. Bei Fotos empfiehlt sich ein kleiner Abstand zum Rand des Glases, um Schatten zu vermeiden.
- Auf Staub und Fingerabdrücke achten: Reinigen Sie die Glasplatte regelmäßig mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Auch das Original sollte sauber und frei von Knicken sein, das verhindert unscharfe Stellen und Schlieren im Scan.
- Für gute Lichtverhältnisse sorgen (bei Handy-Scans): Wenn Sie mit dem Smartphone scannen, achten Sie auf ausreichend, gleichmäßiges Licht, idealerweise Tageslicht. Vermeiden Sie Schatten oder Spiegelungen durch direkte Lichtquellen.
- Den richtigen Kontrast wählen: Für Texte und Belege lohnt sich ein hoher Kontrast oder der Schwarzweiß-Modus, besonders, wenn Sie später eine Texterkennung (OCR) verwenden möchten. Farbige Inhalte sollten in Graustufen oder Farbe gescannt werden, um Details zu erhalten.
- Scans nachbearbeiten: Kleine Fehler lassen sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm leicht korrigieren: zuschneiden, Helligkeit anpassen oder Flecken entfernen. Für PDF-Dateien gibt es auch kostenlose Tools, um Seiten zu drehen oder zu sortieren.
- Mehrere Seiten zusammenführen: Wenn Sie ein mehrseitiges Dokument scannen, speichern Sie es als eine einzige PDF-Datei. Viele Scanner-Programme und Apps bieten dafür eine „Mehrseiten-PDF“-Funktion. Alternativ helfen Tools wie Adobe Scan, NAPS2 oder PDF24.
Warum ist mein Scan unscharf, zu dunkel oder zu groß?
Manchmal klappt das Scannen nicht auf Anhieb. Hier finden Sie typische Probleme und was Sie dagegen machen können:
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Scan ist unscharf | Dokument lag schief oder nicht plan auf | Papier neu auflegen, Scannerdeckel fest schließen |
| Scanner wird nicht erkannt | Treiber fehlt oder falscher Anschluss | Gerät neu verbinden, Treiber aktualisieren oder installieren |
| Scan ist zu dunkel oder zu hell | Falscher Kontrast oder schlechte Beleuchtung | Helligkeit und Kontrast in der Software anpassen |
| Mehrere Seiten als einzelne Dateien | Mehrseitiges PDF nicht aktiviert | Einstellung prüfen oder PDF-Dateien nachträglich zusammenführen |
| Texte nicht durchsuchbar | Keine Texterkennung aktiviert | OCR nachträglich über die Scansoftware durchführen |
| Streifen oder Flecken im Scan | Vorlagenglas verschmutzt | Glas mit einem weichen, fusselfreien Tuch reinigen |
Häufig gestellte Fragen
Beim Scannen mit einem Drucker legen Sie das Dokument auf das Vorlagenglas, wählen Sie am Gerät oder in der Scan-Software „Scannen“ aus und speichern die Datei meist als PDF oder Bild auf dem Computer.
Dokumente können auf dem Handy einfach mit Apps wie Adobe Scan oder Microsoft Lens gescannt und als PDF gespeichert werden.
Achten Sie auf gute Auflösung (mind. 300 DPI), den richtigen Farbmodus (RGB oder SW) und ein passendes Dateiformat wie PDF oder JPEG.
Scannen Sie das Dokument als PDF, speichern Sie es und versenden Sie es per E-Mail oder über einen Cloud-Dienst wie Dropbox oder Google Drive.
Wichtige Scan-Einstellungen sind:
- Auflösung (DPI): 300 DPI für Texte, 600 DPI für Fotos
- Farbmodus: Schwarzweiß, Graustufen oder Farbe (RGB/CMYK)
- Dateiformat: PDF für Dokumente, JPEG/PNG für Bilder
- OCR-Texterkennung: Für durchsuchbare PDFs aktivieren