
Nach dem Archivieren von Daten müssen diese angemessen verwaltet werden, unabhängig von ihrem Dateiformat. Hierfür nutzen sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen in der Regel einen Dateimanager. Das Programm hilft, Dateien, Bilder und andere Informationen, übersichtlich zu sortieren und zu verwenden. Der folgende Artikel stellt alle wichtigen Informationen zu diesem Thema zusammen.
Dateimanager „kurz erklärt“
Der Dateimanager hilft, Daten und Dokumente in einem System zu organisieren und verschiedene Aktionen wie Kopieren, Verschieben, Umbenennen oder Editieren durchzuführen.
Definition: Dateimanager
Ein Dateimanager ist ein Programm auf dem Handy oder PC, welches das Datenmanagement erleichtert. Es besitzt Funktionen wie Speichern, Löschen, Umbenennen, Editieren oder Verschieben. Sie sorgen für eine übersichtliche Gestaltung und einfache Handhabung der eigenen Dateien. In Firmenumgebungen können Dateimanager ebenfalls Zugriffsrechte verwalten und Daten ortsunabhängig mit anderen Mitarbeitern teilen.
Ziele und Funktionen
Das Hauptziel eines Dateimanagers ist die vereinfachte Handhabung von Dateien. Dies wird ermöglicht durch verschiedenste Funktionen.
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Übersichtliches Interface und Sortierung
Die folgenden Abschnitte verdeutlichen dies für verschiedene Endgeräte und Betriebssysteme. -
Grundlegende Dateiverwaltung
Dazu zählen Kopieren, Einfügen, Löschen, Verschieben, Teilen, Editieren, Umbenennen, Gruppieren und Suchen. -
Zugriffsrechteverwaltung
Besonders hilfreich in Firmen, wenn viele Mitarbeiter Zugriff haben (unter anderem durch IAM), aber auch die Ordnerverschlüsselung ist für alle Parteien interessant. -
Visualisierung von Informationen
Übersichtliche Dateimanager bieten ein interaktives Interface, welches grafisch sofort darstellt, um welchen Dateityp es sich handelt, die Größe und Bezeichnung der Datei, sowie verschiedene Ansichten ermöglicht.
Computer
Am PC unterscheiden sich die Dateimanager nach Betriebssystem. Neben den vorinstallierten Varianten gibt es allerdings auch weitere Applikationen, die je nach Präferenz erworben werden können. Dieser Artikel befasst sich jedoch nur mit den gängigen Programmen.
Windows
Der Standard-Explorer von Windows öffnet meist mit dem Schnellzugriff, welcher die wichtigsten und zuletzt geöffneten Ordner anzeigt. Auf der linken Seite findet sich eine Leiste mit einer ähnlichen Auswahl. Hier gibt es die Möglichkeit, bestimmte Ordner anzupinnen.
Durch einen Rechtsklick auf einen Ordner öffnet sich ein Menü, in welchem man Aktionen wie Umbenennen, Kopieren oder Löschen auswählen kann. Die Dateien des Inhalts können als Liste oder Raster wiedergegeben werden, wobei in beiden Fällen das Dateiformat als Symbol angegeben wird. Bei der vergrößerten Vorschau kann auch der Inhalt, beispielsweise Bilder oder Texte, ausgegeben werden.
MacOS
Der Finder von macOS öffnet standardmäßig mit dem Bereich „Zuletzt verwendet“, der kürzlich geöffnete Dateien und Programme anzeigt. Auf der linken Seite befindet sich eine Seitenleiste, in der wichtige Orte wie Downloads und Desktop, sowie angeschlossene Geräte oder Netzlaufwerke erscheinen. Häufig benötigte Ordner können hier ebenfalls angeheftet werden.
Ein Rechtsklick auf einen Ordner oder eine Datei öffnet ein Kontextmenü mit Aktionen wie Umbenennen, Duplizieren, Kopieren oder Verschieben in den Papierkorb. Inhalte können als Liste, Symbole, Spalten oder Galerie dargestellt werden. Besonders die Galerie- bzw. Vorschauansicht erlaubt es, Dateien wie Bilder, Videos oder PDFs direkt anzusehen, ohne sie separat öffnen zu müssen.
Linux
Unter Linux hängt der Dateimanager von der verwendeten Desktop-Umgebung ab. Ein weitverbreitetes Programm ist GNOME Files (auch Nautilus genannt). Beim Öffnen zeigt es standardmäßig den Ordner „Zuletzt verwendet“ oder den persönlichen Home-Ordner. Links befindet sich eine Navigationsleiste mit schnellen Zugriffen auf Orte wie Bilder, Dokumente, Downloads sowie angeschlossene Laufwerke. Eigene Ordner können hier ebenfalls favorisiert werden.
Per Rechtsklick öffnet sich ein Menü mit Funktionen wie Umbenennen, Kopieren, Ausschneiden oder Löschen. Die Darstellung der Dateien kann zwischen Liste und Symbolansicht gewechselt werden. In beiden Varianten werden die Dateiformate durch Icons gekennzeichnet. Viele Linux-Dateimanager bieten außerdem eine eingebaute Vorschau, in der Bilder, Textdateien oder andere Dokumente angezeigt werden können, ohne sie separat zu öffnen.
Smartphone
Auch das mobile Endgerät besitzt einen Dateimanager, der sich je nach dem jeweiligen Betriebssystem unterscheiden kann. Die bekanntesten Versionen finden Sie hier.
Files by Google öffnet standardmäßig mit einer Startseite, auf der Dateien automatisch nach Typen wie Bilder, Apps, Downloads oder Audio sortiert sind. Zusätzlich werden häufig Empfehlungen zum Speicherbereinigen angezeigt. Über die untere Navigation gelangt man zu den Bereichen „Durchsuchen“ und „Teilen“.
Durch langes Antippen einer Datei erscheinen Aktionen wie Teilen, Löschen, Umbenennen oder Verschieben. Dateien können als Liste oder Gitter dargestellt werden. Viele Dateitypen, etwa Bilder, Videos oder PDFs, lassen sich direkt in der App in einer Vorschau öffnen, ohne dass eine zusätzliche Anwendung notwendig ist.
Android
Die vorinstallierte Datei-App auf vielen Android-Geräten öffnet meist mit einer Übersicht der wichtigsten Bereiche wie Bilder, Videos, Downloads oder Dokumente. Zusätzlich werden oft der interne Speicher sowie eine eingelegte SD-Karte angezeigt. In der unteren oder oberen Leiste befinden sich Icons zum schnellen Wechseln zwischen Kategorien oder Speicherorten.
Durch ein längeres Tippen auf eine Datei oder einen Ordner erscheinen Optionen wie Umbenennen, Kopieren, Verschieben oder Löschen. Die Inhalte können in einer Listen- oder Rasteransicht dargestellt werden. In beiden Fällen ist das Dateiformat über ein kleines Symbol erkennbar. Viele Geräte bieten zudem eine Vorschau, in der Bilder, Texte oder Videos direkt innerhalb der App angezeigt werden können.
iOS
Die Dateien-App von iOS öffnet für gewöhnlich im Bereich „Zuletzt“, der zuletzt verwendete Dokumente und Dateien zusammenfasst. Über die Seitenleiste, die auf iPhones als ausklappbares Menü erscheint, kann man zwischen Orten wie „Auf meinem iPhone“, „iCloud Drive“ oder externen Speicherorten (z. B. Cloud-Speicher anderer Anbieter) wechseln. Häufig benötigte Ordner können als Favoriten markiert werden.
Tippt man länger auf eine Datei oder einen Ordner, erscheint ein Menü mit Aktionen wie Umbenennen, Duplizieren, Kopieren oder Löschen. Die Ansichten lassen sich zwischen Liste und Symbolen wechseln. Viele Dateien, darunter Bilder, PDFs oder Textdokumente, können über die integrierte Vorschau (Quick Look) direkt angezeigt werden, ohne eine andere App zu öffnen.
Häufig gestellte Fragen
Auf jedem Gerät ist in der Regel ein Dateimanager vorinstalliert. Sie finden diesen entweder als Icon auf dem Desktop oder unter den Einstellungen, wenn sie nach der App suchen.
Ja. Nicht nur der PC hat Dateimanager, sondern auch das Mobiltelefon. Falls das Icon nicht auffindbar ist, kann es in den Einstellungen gesucht werden. Außerdem können weitere Dateimanager-Apps über App-Stores heruntergeladen werden.
Ein Dateimanager ist eine Applikation auf dem PC oder mobilen Endgerät, welche den Umgang mit Daten vereinfacht. Er verwaltet die Dateien und stellt sie übersichtlich dar, sodass der Nutzer viele Funktionen wie Löschen, Umbenennen, Editieren oder Verschieben durchführen kann.