CDs – Definition, Aufbau & Digitalisierung

10.11.2025 CD Lesedauer: 4min

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Scanprodukte-CD

Die CD ist, nachdem sie die Schallplatte abgelöst hat, zum beliebtesten Musikspeichermedium geworden. Auch wenn sie mittlerweile stark durch Streamingdienste abgelöst worden ist, hat die CD ihren Charme noch nicht eingebüßt. Der folgende Artikel enthält eine Zusammenfassung aller wichtigen Details zum Thema Compact Disc wie die Geschichte, Aufbewahrung oder Digitalisierung dieses Scan-Produktes.

CD „kurz erklärt“

Eine CD (Compact Disc) ist ein optischer Datenträger, auf dem Musik oder andere digitale Inhalte gespeichert werden. Die Informationen werden mithilfe eines Lasers ausgelesen, der die Reflexion einer metallischen Datenschicht interpretiert.

Definition: CD

Eine Compact Disc ist ein optisches Speichermedium, das ursprünglich für digitale Musik (Audio-CD) entwickelt wurde, später jedoch als Datenträger für Computer (z. B. CD-ROM oder CD-R) verbreitet war.

Typische CD-Formate sind:

  • Audio-CD (Musik, 44,1 kHz / 16 Bit PCM)
  • CD-ROM (Daten-CD, nur lesbar)
  • CD-R (einmal beschreibbar)
  • CD-RW (wiederbeschreibbar)
  • Video CD (VCD)
  • CD-i (Philips Interactive, heute bedeutungslos)

Eine Standard-CD bietet Platz für 700 MB Daten bzw. bis zu 80 Minuten Musik.

Funktionsweise - Wie wird eine CD abgespielt?

Beim Abspielen nutzt das Gerät einen Infrarotlaser mit einer Wellenlänge von 780 nm.

So funktioniert das Lesen:

  1. Die CD rotiert im Laufwerk.
  2. Der Laser tastet die Oberfläche ab.
  3. Licht wird unterschiedlich reflektiert, je nachdem ob er auf ein Pit oder ein Land trifft.
  4. Ein Sensor wandelt die Reflexionsunterschiede in digitale Daten um.
  5. Decoder und Fehlerkorrektur erzeugen daraus Musik oder Dateien.

CDs besitzen starke Fehlerkorrekturverfahren, die leichte Kratzer ausgleichen

Aufbau

Der Aufbau einer CD ist präzise in Schichten konstruiert und erlaubt das abtastbare Speichern digitaler Informationen.

  1. Polycarbonat-Scheibe (Träger)
    • bildet den Großteil der CD und enthält die eingeprägten „Pits“ (Vertiefungen).
  2. Reflektionsschicht
    • meist Aluminium; reflektiert das Laserlicht im Player.
  3. Schutzlackschicht
    • schützt die empfindliche Metallschicht.
  4. Labelschicht / Bedruckung
    • kann bedruckt werden; liegt erstaunlich nah an der Datenschicht (bei CDs empfindlicher als bei DVDs!).

Wichtige Funktionsdetails

  • Die Pits sind nicht in die Metallschicht eingraviert, sondern während der Pressung in das Polycarbonat geprägt.
  • Der Laser liest nicht direkt die Pits, sondern die Unterschiede der Lichtreflexion zwischen Pits und Lands.
  • CDs werden von innen nach außen gelesen.
  • Dass CDs nicht nachträglich erweitert werden können, liegt nicht daran, dass die Gravur außen beginnt, sondern daran, dass die Struktur physisch fest geprägt ist (Ausnahme: CD-R/CD-RW).

Abmessungen & Kapazität

Merkmal CD
Durchmesser 120 mm (Standard)
Stärke 1,2 mm
Datenspeicher meist 700 MB
Spielzeit (Audio-CD) ca. 74–80 Minuten

Aufbewahrung & Lebensdauer

Grundlegend sind CDs empfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung, Staub, Kratzern, Fett und weiteren Einflüssen. Eine CD sollte deshalb in einer vorgesehenen Hülle aufbewahrt und möglichst lichtgeschützt gelagert werden. Hochwertig hergestellte Datenträger haben hierbei eine weitaus größere Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten, während selbst gepresste CDs oft nur wenige Jahre halten. Sollte die Scheibe doch einmal staubig oder dreckig werden, kann sie mit einem weichen Stück Stoff oder einem Papiertuch vorsichtig gesäubert werden. Das Tuch muss hierbei in geraden (nicht kreisenden) Bewegungen von innen nach außen geführt werden, wobei, falls nötig, Wasser als Reinigungsmittel eingesetzt werden kann.

Lebensdauer

  • Industriell gepresste CDs: 20–40 Jahre, teilweise länger
  • Selbst gebrannte CDs (CD-R): 5–10 Jahre, abhängig von der Farbschicht
  • CD-RWs halten oft noch kürzer, da das Material schneller ermüdet

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Zu CDs digitalisieren

Geschichte

Am 15. April 1981 wurde die Compact Disc, entwickelt von Philips und Sony, in Salzburg veröffentlicht. In den darauffolgenden Jahren überholte die CD rasant die Langspielplatte und wurde schnell zum beliebtesten Musikmedium. Ihren Höhepunkt erreichten die Verkaufszahlen 2001, woraufhin sie stetig wieder abstiegen. Dies liegt unter anderem an der zunehmenden Popularität des Internets, spezifischer YouTube, und später Streamingdiensten wie Spotify.

Vorteile & Nachteile von CDs

Vorteile

  • sehr robust bei richtiger Lagerung
  • hohe Audioqualität (unkomprimiert)
  • günstige Herstellung
  • keine Internetverbindung notwendig
  • lange industrienahe Lebensdauer

Nachteile

  • vergleichsweise geringe Speicherkapazität
  • anfällig für Kratzer auf der Datenseite und besonders der Labelseite
  • moderne Geräte besitzen oft kein CD-Laufwerk mehr
  • Audio-CDs unterstützen keine Metadaten (Titel, Cover)
  • unpraktisch für große Bibliotheken

Digitalisierung

Für die Digitalisierung einer CD sind ein PC mit CD-Laufwerk sowie ein passendes Programm nötig. Das häufigste Format sind hierbei MP3s, welche eine deutliche Reduzierung des Speicherplatzes mit sich bringen. Ein negativer Nebeneffekt ist jedoch auch, dass einige Klangeigenschaften des Originals verloren gehen. Umso wichtiger ist es, CDs von einem professionellen Scandienstleister wie ScanProfi digitalisieren zu lassen, um dennoch eine möglichst hohe Qualität zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Eine CD ist eine Scheibe aus Polycarbonat, welche auf einer Seite bunt bedruckt ist und auf der anderen Seite eine Metallbeschichtung hat. In diese Metallbeschichtung ist der digitale Code eingraviert, welcher in einem entsprechenden Lesegerät über einen kontaktlosen Laser ausgelesen werden kann.

Hochwertig gefertigte CDs sind in der Regel mehrere Jahrzehnte lang abspielbar, während selbst gepresste Varianten oft nur wenige Jahre halten. Generell sollten CDs für eine lange Haltbarkeit gut gepflegt und vor Licht und Kratzern geschützt werden.

CDs werden immer weiter aus dem Markt verdrängt. Zunächst durch die Digitalisierung und das Internet,Streamingdienste, aber auch durch das Comeback der Schallplatte.